Ortstock (GL/SZ) - 2 Tage-Tour
2716.5 m.ü.M.
│ Route │ Beschreibung │ Höhenprofil │ GPS-Tracks │ Fotos │
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Start: | Braunwald Seblengrat 1891 m.ü.M. | |
| Route: | Grossbodenkreuz 2501 m.ü.M.
Glattalphütte 1892 m.ü.M. Furggele 2395 m.ü.M. Bärentritt 2012 m.ü.M. |
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| Ziel: | Ortstock 2716.5 m.ü.M. | ||
| Höhenmeter: | auf 1715 m (gemäss GPS)
ab 2047 m (gemäss GPS) |
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| Länge: | 26.670 km | ||
| 1. Tag: | (Gehzeit ca. 4 Std.) | ||
| Braunwald Seblengrat - Bützi - Erigsmatt - Charetalphüttli - Grossbodenkreuz - Glattalphütte | |||
| 2. Tag: | (Gehzeit ca. 6.5 Std.) | ||
| Glattalphütte - Furggele - Ortstock - Furggele - Lauchboden - Bärentritt - Braunwald Grotzenbüel | |||
| Anfahrt: | |||
| Von Zürich Autobahn A3 Richtung Sargans. Ausfahrt Näfels. Über Glarus nach Linthal Braunwald. Kostenpflichtige Parkmöglichkeit bei der Talstation der Standseilbahn nach Braunwald.
Von Linthal Braunwald die Standseilbahn nach Braunwald. Von der Bergstation 600m zu Fuss zur Talstation der Gondelbahn nach Grotzenbühl. Mit der Gondelbahn und danach mit der Sesselbahn auf den Seblengrat. Bei der Planung der Tour können die Verhältnisse im Aufstieg zur Furggele und dem Ortstock über die Webcam der Elektrizitätswerke des Bezirks Schwyz sehr gut rekognosziert werden. |
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Route:
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Routenverlauf: Braunwald Seblengrat - Grossbodenkreuz - Glattalphütte - Ortstock - Bärentritt - Braunwald Grozenbüel |
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Routenverlauf: Braunwald Seblengrat - Grossbodenkreuz - Glattalphütte - Ortstock - Bärentritt - Braunwald Grozenbüel |
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Routenverlauf: Braunwald Seblengrat - Grossbodenkreuz - Glattalphütte - Ortstock - Bärentritt - Braunwald Grozenbüel |
Beschreibung:
1. Tag
| Nachdem uns die Bahnen auf den Seblengrat gebracht haben, starten wir Richtung Gumen. Kurz nach dem Start müssen wir einen kleinen in den Fels gehaunen Tunnel durchwandern. Er ist ca. 100m lang und beleuchtet. Nach Gumen geht es weiter Richtung Bützi. Zuerst dem Hang unter den Eggstöcken entlang leicht absteigend. Danach folgt der erste Richtige Aufstieg bis Bützi, wo wir mit 2150 m.ü.M. bereits den höchsten Punkt des 1. Tages erreicht haben. Das Bützi ist gut in ca. einer Stunde ab dem Seblengrat erreichbar. |
Nach dem Bützi geht es durch eine faszinierende Landschaft von ausgedehnten Karstfelder leicht absteigend weiter Richtung Erigsmatt. Welche in einer guten halben Stunde erreichbar ist. Die Erigsmatt erwartet uns nach der kargwilden Landschaft mit einer samtig weichen Alpweide. Ein idyllischer Fleck an dem man gut etwas verweilen kann. Hier gibt es auch einen Brunnen mit munter sprudelndem Wasser. |
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Charetalphüttli (1862 m.ü.M.) |
Nach der Erigsmatt geht es weiter Richtung Charetalphüttli. Kurz noch über die Alpweiden und danach folgt wieder ein Abstieg durch die Karstfelder. Unten erreichen wir die topfebenen leicht sumpfigen Wiesen der Charetalp. Der Weg folgt dem Rand der Karstfelder bis zu den Charetalphüttli, die wir nach rund einer Stunde erreichen.
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Grossbodenkreuz (2056 m.ü.M.) |
Bei den Charetalphüttli queren wir das Tal. Hier sind die Wiesen deutlich sumpfiger. Danach beginnt der Aufstieg Richtung Grossbodenkreuz, Pfaff. Dieser Aufstieg ist keine all zu grosse Sache. Von der Passhöhe aus ist das erste Mal die Glattalphütte zu sehen. Wer Lust hat kann noch einen Abstecher auf den Aussichtspunkt Pfaff machen welcher von der Passhöhe in nur wenigen Minuten erreicht werden kann. Danach folgt er Abstieg auf die Glattalp hinunter. Zu beginn muss der Weg etwas gesucht werden. Danach ist er aber wieder gut markiert. Die Glattalphütte erreichen wir nach ca. 1 bis 1½ Stunden nach den Charetalphüttli.
Hütte
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Glattalphütte (1892 m.ü.M.) |
Wir verbrachten einen gemütlichen Abende und eine ruhige Nacht in der unbewarteten Glattalphütte. Von hier aus hatten wir einen prächtigen Blick auf unser Ziel. Denselben Blick, den wir Tage vorher immer wieder über die Webcam der Elektrizitätswerke des Bezirks Schwyz genossen hatten. Jetzt einfach live. Die untergehende Sonne tauchte alles in ein unbeschreibliches Alpenglühen. Die Nacht war klar, und der beinahe Vollmond tauchte alles in ein helles silbernes Licht
Die Hütte ist auch unbewartet zu empfehlen. Holz für das Kochen und Heizen war genügend vorhanden, und das Wasser konnten wir vom Brunnen vor der Hütte beziehen.
2. Tag
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Tabea kurz vor der Furggele |
Ein frischer Morgen wartete auf uns als wir aufbrachen. Wir kamen schnell Richtung Glattalpsee voran, vorbei am kältesten Punkt der Schweiz, wo am 7. Februar 1991 der schweizerische Minusrekord von -52.5ºC gemessen wurde. Der Weg ist zu Beginn gut ausgebaut und führt uns fast eben das Tal nach hinten. Irgendwann wird er dann ziemlich morastig, was dann bis zum Anstieg ganz hinten im Tal so bleibt. Am Ende des Sees beginnt es ein erstes Mal an diesem Tag richtig zu steigen bis hinauf nach Hinter den Steinen. Das lässt sich gut in einer Stunde von der Glattalphütte aus mache.
Von hier sind es nun noch 400 Höhenmeter bis zur Furggele. Diese Höhenmeter haben es aber in sich. Zuerst ist der Pfad einfach nur steil. Weiter oben geht er dann in Schutt und Geröll über. Am mühsamsten haben wir den Bereich um 200 bis 150 Höhenmeter unterhalb des Grates erlebt. Drei Schritte vor und zwei zurück. Hat man diesen Bereich aber erst einmal hinter sich, wird der Pfad wieder fester. Oben weist der Steilhang dann eine Neigung von ca. 35º auf. Der Blick zurück ist imposant. Wir kamen erst hier im Hang in die Sonne. Der Glattalpsee liegt noch im Schatten und hebt sich wie ein Spiegel hervor. Ein toller Anblick. Der Steilhang ist in etwa einer Stunde zu schaffen.
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Aufstieg auf den Ortstock |
Auf der Furggele angekommen machen wir unsere erste rechte Pause und bereiten uns auf den Aufstieg zum Gipfel vor. Gleichzeitig geniessen wir den Blick über den Talkessel von Braunwald, und hinunter auf den Lauchboden über den steilen Schneehang auf der anderen Seite des Grates.
Dann nehmen wir den letzten grossen Aufstieg dieser Tour in angriff. Der Weg führt über den Grat direkt oberhalb der Ortstock Nordwand bis auf den Gipfel. Zu Beginn wieder recht steil, aber bis auf den Gipfel mit Ausnahme einer Schlüsselstelle absolut problemlos zu begehen. Teilweise durchschritten wir kleinere Schneefelder. Die Schlüsselstelle befindet sich etwa 100 Höhenmeter unter dem Gipfel. Mit leichter Kletterei, etwas ausgesetzt, können die paar Meter aber gut überwunden werden. Es ist dort ein Seil installiert. Wer mag, kann sich daran hochziehen. Wir haben es vorgezogen einfach hochzuklettern. Oben kommt man direkt in eine Couloir das steil in den Westhang hinunter führt. Danach wird es schnell immer flacher und wir erreichen den Gipfel. Dazu benötigten wir noch einmal etwa eine Stunde.
Gipfel
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Gipfel des Ortstock (2716.5 m.ü.M.) |
Die Aussicht vom Gipfel des Ortstocks lässt die Strapazen des Aufstiegs augenblicklich vergessen. Wir haben einen Tag mit traumhafter Weitsicht, fast ganz ohne Dunst erwischt. Das Panorama lässt sich hier gar nicht wirklich wiedergeben. Der Glärnisch steht vor uns. Wir können bis zum Säntis, und den Bündneralpen mit Piz Saradona und Piz Segnas sehen. Oder natürlich Tödi und Clariden. Das Kistenstöckli mit einem Ausschnitt des Limmernstausees darunter. Dann geht der Blick über die Innerschweizer Alpen bis zu den Berner Alpen. Im Flachland können wir an den aufsteigenden Dampfsäulen die Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt ausmachen.
Auch der Blick hinunter ist absolut imposant. Wer schwindelfrei ist kann sich an die Kante der Ortstock Südwand stellen und annähernd senkrecht in die Wand hinunter sehen. Den Blick etwas mehr nach oben gerichtet, sieht man bis in die Ebene bei Linthal hinunter – gut 2150 Meter tiefer. Oder man kann über die Ortstock Nordwand auf den Lauchboden und den Talkessel von Braunwald hinunter sehen. Direkt östlich gegenüber, vielleicht 200 Meter entfernt liegt der Vorgipfel des Ortstock welcher nur für Kletterer erreichbar ist.
Neben der überwältigenden Aussicht, geniessen wir auf dem Gipfel unser Mittagessen in absoluter Windfreiheit und strahlender Sonne.
Abstieg
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Abstieg durch den Schneehang |
Danach geht es an einen langen Abstieg. Vom Gipfel zur Furggele hinunter folgen wir dem Weg den wir bereits hochgestiegen sind. Immer wieder ist es uns möglich durch die Schneefelder hinunter zu rennen. Das macht grossen Spass. An der Schlüsselstelle nutzen wir diesmal das installierte Seil, um uns schnell und unkompliziert abzuseilen. Erstaunt stellen wir fest, dass wir heute als zweite den Gipfel bestiegen haben, aber lange nicht die letzten sein werden. Erst jetzt kommen uns immer wieder kleine Gruppen entgegen, die den Gipfel noch erreichen wollen.
Auf der Furggele machen wir diesmal keine Pause, sondern nehmen gleich den Schneehang Richtung Lauchboden in Angriff. Der Einstieg ist dank Spuren gut zu finden. Etwas Überwindung braucht es den beiden Frauen schon in den hier oben gut 40º steilen Hang einzusteigen. Dazu kommt, dass er kurz vor der Kante etwas steiler abbricht, und man von hier nicht nach unten sehen kann. Der Schnee erweist sich dann aber weitgehend als ein Vergnügen. Er weist einen recht guten Halt auf. Lediglich die Stellen die Steine unter einer dünnen Schneedecke liegen haben sind etwas Rutschiger. Dank GPS, Karte, frischen Spuren und dem „Feldstecher“-Studium vom Vortag finden wir die Route aber problemlos. Der Hang wird immer flacher. Ab etwa 25-30º beginnen wir wieder durch den Schnee herunter zu rennen. Annähernd ganz unten gibt es eine Stelle, wo der Schnee in den Bach unter dem Firn eingebrochen ist. Wir können in ein imposantes Gletschertor sehen. Leider geht es sehr schnell runter, so dass wir bereits nach einer Stunde auf dem Lauchboden angekommen sind.
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Bärentritt |
Während der grösste Teil des Hanges in einem Zwielicht wie in der abendlichen Dämmerung lag, waren wir auf dem Lauchboden wieder in der strahlenden Nachmittagssonne. Das war ein Moment lang das Gefühl, als wäre die Zeit rückwärts gelaufen. Der Lauchboden ist wieder eine dieser Alpweiden, die zu einer längeren Rast einladen würden, doch wir haben nur kurz gerastet, und sind dann Richtung Bärentritt weiter marschiert.
Zu beginn des Bärentritts wird es langsam immer Steiler. Der Pfad ist gut im Stande und gut Markiert. Mit der Zeit kommen immer mehr ausgesetzte Stellen, bis der Pfad am Ende durch eine sehr steile Felswand führt. Hier ist es absolut notwendig trittsicher und schwindelfrei zu sein. In diesem unteren Abschnitt gibt es ein fest installiertes Seil in sehr gutem Zustand, so dass man sich gut daran Festhalten kann. Direkt unterhalb des Bärentritts geht der Pfad durch ein Geröllfeld bis fast zum Bergetenseeli hinunter. In diesem Abstieg haben wir uns Zeit gelassen und in etwa ¾ Stunde benötigt.
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Ortstock (2716.5 m.ü.M.) |
Vom Bergetenseeli geht es über eine gut ausgebaute Alpstrasse zur Ober Staffel. Ab hier gehen wir weiter Richtung Grozenbühl. Zuerst eine kleine Gegensteigung hoch, und dann in einem weiten Bogen durch den Eggwald hinüber nach Grozenbühl. Für diesen letzten Abschnitt werden noch einmal ca. ¾ Stunde benötigt. Nach diesem doch recht schnellen Abstieg sind unsere Beine schon etwas zu spüren. Und bei einem Blick zum Ortstock hinüber – oder besser hinauf – wird uns klar, dass wir soeben 1150 Höhenmeter fast am Stück abgestiegen sind. Da oben waren wir? Und es ist erst wenige Stunden her…
Dieter Bosli / 16.10.2006
Höhenprofil:
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Höhenprofil: Braunwald Seblengrat - Grossbodenkreuz - Glattalphütte - Ortstock - Bärentritt - Braunwald Grotzenbüel (Überhöhung: 2.0) |
Download GPS-Tracks:
| Die Tracks werden im GPX-Format (.gpx) oder als Overlay für SwissMap 25 v3 (.xol) geliefert und enthalten neben den eigentlichen Track-Daten noch einige Wegpunkte zur Tour.
Die Daten sind als ZIP-Datei komprimiert. Gesamter Track: ungekürzte Version Grosse Tracks: max. 500 Waypoints/Track Kleine Tracks: max. 250 Waypoints/Track |
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| Gesamter Track: | GPX | XOL |
| Grosse Tracks: | GPX | XOL |
| Kleine Tracks: | GPX | XOL |
Die GPS-Tracks dürfen frei verwendet, aber nicht selber veröffentlicht werden. Es wird jede Haftung im Zusammenhang mit der Verwendung der GPS-Tracks abgelehnt.





















